Effektivität von Wortschatzförderung bei Grundschülerinnen und Grundschülern nichtdeutscher Familiensprache

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Kinder mit Migrationshintergrund gelten hinsichtlich ihres Kompetenzerwerbs und ihrer Bildungsbeteiligung als benachteiligt (Diefenbach, 2007). Insbesondere die geringeren Kenntnisse der deutschen Sprache stehen hiermit in Zusammenhang. Gezielte Unterstützung der Kompetenzentwicklung vor richtungsweisenden Übergängen im Bildungssystem könnte zur Gewährleistung von mehr Bildungsgerechtigkeit beitragen.

Übergeordnetes Ziel des durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Verbundprojekts ist es, Kindern mit Migrationshintergrund durch Unterstützung der nötigen sprachlichen Kompetenzentwicklung für die erfolgreiche Teilhabe am Bildungssystem die Chance von mehr Bildungsgerechtigkeit und perspektivisch eine sozioökonomische Aufstiegsmöglichkeit in unserer Gesellschaft zu eröffnen.

Hierzu wird die Effektivität von verschiedenen Wortschatzförderprogrammen unter Einbezug der Muttersprache in zwei experimentellen  Interventionsstudien in Kindertageseinrichtungen (Standort: Frankfurt, Leitung: Ilonca Hardy) und Grundschulen (Standort: Dortmund, Leitung: Nele McElvany) untersucht. Das interdisziplinäre Verbundprojekt trägt durch die theoretischen Erkenntnisse zum Potenzial der Einbeziehung der Muttersprache für die Wortschatzförderung im Deutschen zur Schließung einer wichtigen Forschungslücke bei und liefert Befunde zu Fördermaßnahmen, die in der Praxis direkt umsetzbar sind.

 

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